Amerikaaustausch 2009

 

Gruppenfoto im Football Stadium PhiladelphiaDie Schüler des JEG besuchten während ihres USA-Aufenthalts u A. das Football Stadium in Philadelphia

 

30.Oktober 2009, 08:30, Treffpunkt am JEG: 28 Schülerinnen und Schüler der elften Klassen, begleitet von Herrn Abtmeier und Frau Munck-Schmitz, packten ihre Koffer in den Bus und machten sich auf den Weg zum Münchner Flughafen. Nach einem einstündigen Zwischenstopp in Frankfurt startete unser neunstündiger Flug über den Atlantik nach Philadelphia, USA. Dort wurden wir schon von einigen aufgeregten Austauschschülern der Upper-Dublin-Highschool erwartet. Per klassischem gelben Schulbus ging es schließlich zur Schule, wo jeder von seinen Partnern in Empfang genommen und nach Hause gefahren wurde.

Die Gestaltung des anschließenden Wochenendes wurde den Gastfamilien überlassen. Am Samstag Abend jedoch hieß es jedoch für alle “Trick or Treat”. In großen Gruppen zogen wir um die Häuser, überrascht von der Freundlichkeit und Offenheit der Amerikaner. Nach erfolgreicher Jagd kehrten wir zu unseren Gastgebern zurück, um die Philadelphia Baseball-Mannschaft “Phillies” vor dem Fernseher anzufeuern.

Montags wurden wir dann offiziell in der Cafeteria der riesigen Schule begrüßt. Darauf erhielten wir ein gratis Frühstück und eine Führung durch die Schule. Wie jeden Abend wurde auch heute zusammen Baseball geschaut, schließlich waren die Phillies im Finale gegen die New York Yankees.

Am Tag darauf besichtigten unter Anderem das Rathaus von Philadelphia, von dessen Turm man die ganze Stadt überblicken konnte. Nach diesem Besuch bot sich noch die Gelegenheit, in der der Stadt einkaufen zu gehen und ein echtes Philadelphia Cheese-Steak-Sandwich zu essen. Nachdem wir unseren Hunger gestillt hatten, begaben wir uns in die Hochburg des Pennsylvania Footballs: dem Stadion der Philadelphia-Eagles. Wir besichtigten Spielfeld und Tribüne, und bekamen Einblicke in die Pressearbeit während eines Spiels. Des Weiteren statteten wir dem Phillies-Fanshop einen Besuch ab, um uns mit Fanartikeln für das heutige Spiel auszurüsten.

Mittwochs stand viel auf dem Programm. Zuerst besichtigten wir einen Bauernhof, der für seine Kürbisse und Äpfel berühmt ist. Nach diesem “informativen” Ausflug, ging es jedoch weiter zu unserem eigentlichen Ziel: der “King of Prussia”-Mall, der größten Mall Pennsylvanias. Leider hatten wir nur eine Stunde Zeit dort zu verweilen, da der Schulbus pünktlich bei der Schule zurück sein musste. In der Schule stellten wir im “German-Club” den Austauschschülern unser Land und unsere Kultur vor.

Am darauffolgenden Tag beschäftigten wir uns mit Philadelphias wichtiger Rolle in der Geschichte der Vereinigten Staaten. Hierzu besuchten wir das National Constitution Center und die Independence Bell. Den Nachmittag jedoch regierte der Sport. Da Deutschland einen Ruf als Fussballnation hat, galt es diesen gegen das Soccer Team der Highschool zu verteidigen. Jedoch hatte unser sporadisch zusammengestelltes Team natürlich keine Chance gegen das eingespielte Schul-Team.

Am Freitag trafen wir uns zu unchristlichen Zeiten an der Highschool (5 Uhr!), um die dreistündige Fahrt nach Washington D.C. anzutreten. Wir begannen unsere Tour mit dem Besuch des “Arlington National Cemetery”, des Friedhofs der gefallenen Soldaten der neuzeitlichen Kriege, in die die U.S.A. verwickelt war. Danach begaben wir uns über Denkmäler sämtlicher Kriege zum Lincoln Memorial und zum Washington Monument. Der gemeinsame Rundgang endete schließlich vor dem Weißen Haus. Wichtige Museen, wie das “National Museum of Natural History” oder das “Air and Space Museum” konnten darauf nach eigenem Belieben erkundet werden. Perfekt abgerundet wurde der Tag durch ein “All-You-Can-Eat-Buffet” auf dem Weg nach Hause.

Das Wochenende gestaltete jede Familie selbst. Der Montag wurde von zwei extremen Gegensätzen geleitet. Auf der einen Seite ließen wir uns durch die Harley Davidson Fabrik führen, auf der anderen Seite besuchten wir einen Bauernhof der “Amish People”. Noch heute führen diese ein Leben wie im 19. Jahrhundert, ohne Elektrizität und fließend warmes Wasser.

Dienstags mussten wir wieder die Schulbank drücken, jedoch nicht in der Highschool, sondern in der benachbarten Elementary-School, die in Deutschland einem Kindergarten und einer Grundschule entsprechen würde. Da heute der letzte gemeinsame Abend war, organisierten die Eltern ein großes Essen für alle Familien und Schüler, bei dem Abschiedsreden und Danksagungen gehalten wurden.

Am Mittwoch war es an der Zeit Abschied zu nehmen. Wie es ja üblich ist, flossen erst bei den Mädchen, aber schließlich auch bei den Jungs eine Menge Tränen. So schwer die Trennung auch war, machten wir uns auf den Weg nach New York City. Hier bezogen wir zuerst unsere schäbige Jugendherberge. Ohne Zeit zu verschwenden ging es per U-Bahn Richtung Downtown. Wir bummelten über das Plaza-Hotel und den allerersten Apple-Store zum Trump Tower. Zufällig erlebten wir den Veterans Day, eine Parade ehemaliger Soldaten. Danach ging jeder seine Wege durch Central NYC. Höhepunkt des Tages war der überwältigende Ausblick bei Nacht von der Spitze des Empire State Buildings.

Der nächste Tag begann mit dem Besuch des Ground Zero, des Museum of 9/11 und der Saint Paul's Chapel. Nach diesen eher geistlichen Einlagen wurde danach fürs leibliche Wohl gesorgt. Wer wollte, konnte natürlich auch Shoppen gehen. Als die Freizeit vorbei war, lenkten wir unsere Schritte in Richtung eines der berühmtesten Orte New Yorks: der Wall Street. Sie sah zwar unspektakulärer aus, als erwartet, jedoch mangelte es nicht an Sicherheit. Das NYPD war sehr präsent. Durch die Wall Street hindurch marschierten wir zum Hafen, nahmen eine Fähre und passierten die Freiheitstatue. Für eine längere Besichtigung war das Wetter leider zu schlecht. Wieder auf festen Boden begaben wir uns in ein Restaurant oder Laden unserer Wahl. Nach der kurzen Pause ging es weiter zu einem der definitiv größten Highlights unseres Aufenthalts: dem Times-Square bei Nacht. Auch hier bekamen wir wieder die Möglichkeit einkaufen zu gehn, oder uns einfach vom Lichterwald verzaubern zu lassen. Viel zu früh kehrten wir wieder in unsere Herberge zurück, um ein bisschen Schlaf zu erhaschen.

Schließlich kam der letzte Tag unseres Aufenthaltes. Wir packten unsere Koffer, ließen sie vorübergehend in der Herberge zurück und spazierten durch den riesigen Central Park. Bei der nächsten Subway-Station angekommen, fuhren wir Richtung Little Italy und Chinatown. Schließlich kehrten wir wieder in unsere Herberge zurück, packten unsere Koffer in den Bus, der uns zum Flughafen brachte und flogen über Nacht in die Heimat zurück.

Wir möchten uns an dieser Stelle bei unseren Gastfamilien für die freundliche Aufnahme und Fürsorge, bei unseren Partnern für den Spaß und die Parties, bei unseren Lehrern für die Betreuung und bei den beiden Schulen für die Möglichkeit dieses wunderbaren Austauschs bedanken. Wir freuen uns auf den Gegenbesuch der Amerikaner im Juli und hoffen, etwas von dem was sie uns gaben, zurückgeben zu können.

Korbinian und Matthias


UDHS in Dachau 2010

Am 26. Juni 2010 kamen 21 amerikanische Schülerinnen und Schüler zum Gegenbesuch nach Deutschland. Das erste Wochenende verbrachten Sie bei Ihren Gastfamilien.
Am Montag besichtigten Sie nach einem Empfang beim Bürgermeister die Altstadt Dachaus.
Am Dienstag fuhren sie zum Olympiagelände und bewunderten die Aussicht vom Olympiaturm. In der Allianzarena bekamen sie einen Eindruck vom Stadion des auch in den USA bekannten FC Bayern München. Fußball spielte wegen der Weltmeisterschaft in Südafrika überhaupt eine große Rolle. Nach dem Ausscheiden der USA unterstützen unsere Gäste das deutsche Team und verbrachten so manche Stunde vor dem Fernseher oder beim Public Viewing.
Am Mittwoch vermittelte ihnen Mike's Bike Tour einen unterhaltsamen Eindruck von München. Bei dem schwül-heißen Wetter brachte das Bad im Eisbach eine willkommene Abkühlung bevor es dann zum Shopping ging.
Am Donnerstag erfuhren Sie bei einer Führung durch die KZ-Gedenkstätte warum Dachau bis heute so berühmt-berüchtigt ist.
Schloss Hohenschwangau und Neuschwanstein bildeten die Highlights des Ausfluges am Freitag. Bei einer gemeinsamen Abschiedsparty am Abend ging der offizielle Teil zu Ende. Aber das sonnige Wochenende bot noch genügend Zeit für Kontakte und Parties.
Am Montag, 5. Juli brachen unsere amerikanischen Gäste schließlich nach einem langen, tränenreichen Abschied zu einer zehntägigen Deutschlandreise auf.


 

Informationen zum AMERIKAAUSTAUSCH 2007-2008

PS: Wer sich für einen längeren Schüleraustausch mit den USA interessiert findet dazu Informationen unter www.effner.de/briefe.htm und www.ausgetauscht.de


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