Informationen aus der geschlossenen Schule vom 03.04.2020

Liebe Eltern, liebe Schülerinnen und Schüler,

freuen wir uns jetzt auf die Ferien? Ich würde sagen: Ja! Jetzt haben wir alle ein bisschen Pause vom Online-Unterricht verdient und können alle auch ein bisschen durchschnaufen (na ja vielleicht doch mit Ausnahme unserer Abiturientinnen und Abiturienten), auch wenn wir alle nicht so richtig rauskönnen und nicht so viel Familie und Freunde treffen. Nach einigen wichtigen Informationen, hätte ich noch zwei Tipps für die Ferien (siehe unten).

Öffnungszeiten während der Ferien

Die Schule ist von Montag bis Donnerstag der ersten und von Dienstag bis Freitag der zweiten Ferienwoche jeweils von 7.30 bis 12.00 Uhr besetzt. Mitglieder des Direktorats sind in diesem Zeitraum und für Notfälle auch darüber hinaus erreichbar (verwaltung@effner.de).

Notbetreuung

Die Notbetreuung ist organisiert. Wenn Sie Ihr Kind in den Ferien bringen, denken Sie bitte an die Voraussetzungen für die Notbetreuung und das vorgeschriebene Anmeldeformular. Wenn Sie es sicher absehen können, dass Sie die Betreuung in Anspruch nehmen, wäre eine Anmeldung am Tag vorher gut.

Öffnung nach den Ferien?

Aktuell gibt es keine verlässlichen Aussagen zu einer Öffnung nach den Ferien. Das ist aber auch verständlich, weil die Situation eben sehr schwierig ist. Das Kultusministerium bittet darum, sich immer wieder auf seiner Homepage zu informieren, die laufend aktualisiert wird: https://www.km.bayern.de/allgemein/meldung/6903/faq-zur-einstellung-des-unterrichtsbetriebs-an-bayerns-schulen.html . Was da steht, gilt. Vertrauen Sie keinen Gerüchten. Sobald wir hier sichere Kenntnisse haben, wann und wie es weitergeht, informieren wir auch über die Homepage.
Eine Aktualisierung der Effner-Homepage ist für Mittwoch, 15.04.2020, am Spätnachmittag geplant.

 

Jetzt die Tipps:

Kleine Oster-Besinnung

Da wir dieses Jahr ja auch nicht in die Ostergottesdienste gehen können, haben die Fachschaftsleitungen Evangelisch und Katholische Religionslehre eine kleine Oster-Meditation zusammengestellt. Sie ist zu finden unter „Schulleben“ Osterbesinnung“.
Man braucht nichts dazu als zwei Zweige und drei Menschen…

Dreht einen Video-Clip

Das Lied von Mittelstufenchor und Bigband „High Hopes“ kam sehr gut an. Ihr findet es immer noch auf der Homepage. Dreht doch über die Ferien ein Handyvideo dazu. Vielleicht habt ihr ja Ideen. Vielleicht tut ihr euch mit Freunden zusammen, schickt euch kurze Clips hin und her und einer schneidet es dann zusammen? Lasst eurer Fantasie freien Lauf. Wenn ein guter Clip rauskommt (schickt ihn mir peter.mareis@effner.de), setzen wir ihn in Kombination mit dem Lied dauerhaft auf unsere Homepage – irgendwann hoffentlich nur noch als Erinnerung an die Zeit, in der wir uns nicht sehen konnten.

 

Und sonst? –

Normalerweise treffe ich am Freitag vor den Ferien nach dem Schlussgong immer Ihre Kinder am Ausgang, wo sie mir freudestrahlend ein „Schöne Ferien!“ entgegenschmettern. Mein stets erfolgender Zurückgruß „Bloß ned zu viel lernen, gell!“ wird meistens mit einem feixenden „Keine Sorge!“ gekontert.

Dieses feste Ritual geht mir heute echt ab! Und darum rufe ich euch auf diesem Wege laut zu: „Bloß ned so viel lernen, gell!“ und höre tief in mich hinein, wo euer „Keine Sorge, keine Sorge, keine Sorge“ nachhallt.

Dieses „Keine Sorge“ will ich fest in mir bewahren und ich wünsche auch Ihnen und euch Kindern, dass Sie es laut in sich schwingen hören.

Frohe und gesegnete Ostern!

Ihr und euer Peter Mareis

 


Zuletzt überarbeitet am 14.04.2020

Informationen aus der geschlossenen Schule vom 02.04.2020

Liebe Eltern,

nach den Ferien steht ja der Wiedereintritt in die Atmosphäre bevor (hoffentlich!).

Um für die Ferien und auch für die Zeit danach etwas Druck rauszunehmen, haben wir uns entschieden, die Anzahl der noch anstehenden Schulaufgaben zu reduzieren:

Neuer Schulaufgabenplan

Wegen der dreiwöchigen Schulschließung und der damit nur begrenzt zur Verfügung stehenden Zeit für Leistungserhebungen hat sich eine Situation ergeben, in der in den Jahrgangsstufen 5 mit 10 nicht alle ursprünglich geplanten Schulaufgaben sinnvoll nachgeholt oder geschrieben werden können. Dies würde zu einem zu engen Prüfungskalender führen, der für unsere Schülerinnen und Schüler viel Druck aufbauen würde.

Deshalb reduzieren wir (in Absprache mit dem Ignaz-Taschner-Gymnasium und dem Gymnasium Markt Indersdorf) die Anzahl der Schulaufgaben.

Vereinfacht ausgedrückt sieht die neue Regelung (die auf § 22, Abs. 1, Satz 2 GSO basiert) so aus:

  • In jedem Schulaufgabenfach in jeder Klasse wird in diesem Schuljahr nur noch 1 Schulaufgabe geschrieben. Das ist unabhängig davon, wie viele Schulaufgaben in diesem Schuljahr schon geschrieben wurden.
  • Für die Jahrgangsstufen mit Jahrgangsstufentests (Deutsch: Jg. 6; Englisch: Jg. 10): Auch hier wird noch 1 Schulaufgabe geschrieben, nicht mehr aber der 2. Teil des Jahrgangsstufentests. Damit zählt der 1. Teil des Jahrgangsstufentests als halbe Schulaufgabe.
  • Über die einzelnen Regelungen (z.B. Ist die letzte Schulaufgabe in Englisch bzw. Französisch eine schriftliche oder mündliche?) entscheiden die Fachschaften. Hier informieren die Lehrkräfte Ihre Klassen selbst.
  • Alle Lerninhalte, die in den Schulaufgaben abgefragt werden, werden im Unterricht zuvor noch einmal besprochen und eingeübt, auch wenn sie im Online-Unterricht bereits Thema gewesen sein sollten.
  • Vor diesem Hintergrund wird in der Woche nach den Osterferien auch keine Schulaufgabe stattfinden.

Ab Mittwoch, 08. April, 12.00 Uhr (nicht vorher) finden Sie auf der Homepage die neuen Schulaufgabentermine unter Service Schulaufgabentermine

Uns ist bewusst, dass es mit den oben dargestellten Regelungen innerhalb einer Jahrgangsstufe zu einer ungleichen Anzahl von Schulaufgaben kommen kann und auch, dass es evtl. eine Möglichkeit weniger gibt, mit einer weiteren Schulaufgabe etwas auszugleichen. In Abwägung mit der großen Belastung durch weiteren Termin- und Lerndruck bei der regulären Anzahl an Schulaufgaben halten wir dies aber für das geringere Übel. Zudem ist nach wie vor nicht geklärt, ob der Plan, am Tag nach den Osterferien wieder mit der Schule zu beginnen, in die Tat umgesetzt werden kann (was erneut weniger Zeit bedeuten würde).

Sollte die Schulschließung nach den Osterferien noch anhalten, werden wir den Plan gegebenenfalls erneut anpassen. Im Übrigen gilt diese Planung unter dem Vorbehalt, dass von Seiten des Kultusministeriums nicht andere oder zusätzliche Vorgaben zur Durchführung von Leistungserhebungen erfolgen (bisher gibt es dazu keine Äußerung).

Uns war es jetzt vor den Osterferien aber wichtig, Ihnen und Ihren Kindern zumindest ein Stück weit Planungssicherheit zu geben.

 

Und sonst? –

Ich habe heute den Satz gelesen, dass man plötzlich nicht mehr durch Geld, sondern durch die Hilfe anderer und durch Freundlichkeit reich wird. Der Satz hat mir so gut gefallen, dass ich Ihnen gleich das ganze Gedicht, aus dem er stammt, mitschicke.

Das Gedicht hat unsere Schülerin, Victoria Miersch (6c), geschrieben:

Corona – Die Welt hält den Atem an

Die Welt steht still
Und ich sitze am Schreibtisch und überlege, was ich eigentlich will.

Keine Schule, Arbeit ohne Ende für Zuhaus´
Was soll´s, ich darf ja eh kaum raus.

So viele Gedanken in meinem Kopf, passt da Geschichte und Mathe auch noch rein?
Ich will´s versuchen, ich will mal nicht so sein.

Bin ich nun glücklich oder traurig und entsetzt?
Darf man auch alles sein, hier und jetzt?

Kann länger schlafen, darf später ins Bett
Im Fernsehen laufen oft Nachrichten und man sieht, wie es Existenzen zerfetzt.

Wir alle sitzen in einem Boot, alle Länder dieser Welt
Das Virus macht keinen Halt vor Grenzen, nur Hygiene und Vorsicht zählt.

Mächtige sind ratlos und hilflos zugleich
Plötzlich wird man nicht durch Geld, sondern durch die Hilfe anderer und Freundlichkeit reich.

Ich mache Spaziergänge im Frühling, die Natur zeigt sich in ihrem schönsten Gewand
Ich gehe umher, verschenke ein Lächeln, das erwärmt das Herz selbst mit 2 Meter Abstand.

Wo kommt das Virus denn her, sind wirklich die Tiere schuld?
Oder eher die gierigen Menschen, die haben mit der Natur oft wenig Geduld.

Was sollen wir nun machen, wir wissen es nicht
Wir sitzen zu Haus´, die Familie bekommt mehr Gewicht.

Meine Großeltern sind verletzlich, ich vermisse sie sehr
Nun muss ein Brief, ein Geschenk oder ein anderer guter Einfall her.

Ich fühle mich immer besser und mir wird jetzt klar
Dass Wirtschaft nicht alles ist, sondern auch unsere Umwelt kaum mehr jemand sah.

Wenn ich so daran denke, ein Gedanke kommt mir in den Sinn
Falls ich nicht nur an uns Menschen denke, falsch ich dann bin?

Die Welt darf sich nun erholen, endlich durchatmen, ohne Angriffe der Menschen sein,
Mischen wir uns in diesen perfekten Kreislauf wirklich bald wieder ein?

Ein Wunsch wird immer größer und größer in mir
Werden wir schlauer, ich wünsche es mir!

 

Soviel für heute!

Morgen rühre ich mich noch einmal, dann machen wir alle ein bisschen Pause.

Viele Grüße
Ihr Peter Mareis